Perle der Ostsee: Rügen
Die Ostseeinsel Rügen ist eine Urlaubsregion, die neben Stränden, Natur und blauer Ostsee noch einiges mehr zu bieten hat. Zum Beispiel über 2000 Sonnenstunden im Jahr, das sind 30 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt. Rügen besitzt ein bestens ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz mit eng vertakteten Buslinien. Einer Anreise mit dem Zug und der Erkundung der Insel mit öffentlichen Verkehrsmitteln steht also nichts im Wege. Dabei achten die Rügener Verkehrsbetriebe sehr auf die Umwelt. 80 Prozent der Busse fahren mit Biodiesel, also der Kraft der Sonne! Wenn Sie eher das Nostalgische lieben, dann fahren Sie mit der Schmalspurbahn „Rasender Roland“ mit Dampfkraft und gemütlichen 30 km/h von Lauterbach über Putbus, Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. Machen Sie Station in Putbus, das mit seinen Villen in klassizistischer Architektur das kulturelle Zentrum der Insel bildet. Am Ende der Fahrt flanieren Sie durch Göhren, das, auf zwei Seiten mit Stränden gesegnet, immer noch den Seebadcharme vergangener Jahrhunderte bewahrt.
Hoch im Norden lohnt ein Ausflug ans windumtoste Kap Arkona. So touristisch sich der Ort auch gibt, die beiden Leuchttürme die steil abfallende Kreideküste, die Ausgrabung des slawischen Burgwalls geben dem Ort ein eigenes Flair, außerhalb der Zeit. Bei all den vielen Menschen mit denen man das Interesse am, von Schinkel erbauten, ältesten Leuchtturm an der Ostsee teilt, ist nichts zu spüren von der Hektik und Betriebsamkeit einer touristischen Sehenswürdigkeit. Der Ort atmet Geschichte! Besonders schön erschließt sich Rügen dem Radtouristen. Ein dichtes Radwegenetz lässt den Radfahrer auch in Regionen vorstoßen, die touristisch wenig frequentiert sind. Durch lichte Wälder oder auch viele landwirtschaftlich genutzte Flächen erradelt sich der Pedalritter die touristischen Highlights aus einer ganz anderen Perspektive.
Nicht unerwähnt bleiben soll die große Tradition, die die Freikörperkultur auf Rügen hat. Diese hatte schon zwischen den Weltkriegen einzelne Strände der Insel erreicht, wurde in Zeiten der DDR weiter gepflegt und auch heute noch gibt es ausgewiesene Strandabschnitte, die zur textilfreien Nutzung von Sand, Sonne und Wasser einladen.

Kommentar schreiben